September 2005: Bestandsaufnahme zur Software-Einführung abgeschlossen

 

Ziel der vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW durch EU-Mittel geförderten Studie "SIKEBA - Software-Einführung in KMU - eine Bestandsaufnahme" war es, über die Ermittlung der bei der Einführung von Software in KMU angewendeten Strategien sowie von erfolgsförderlichen und -hinderlichen Bedingungen, Hinweise auf den Unterstützungsbedarf von Klein- und Mittelunternehmen bei der Einführung von Software zu gewinnen.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Einführung von Software KMU vor erhebliche Probleme stellen kann und dass Unterstützungsbedarf besteht. Insbesondere die Einhaltung der vorgegebenen Projektlaufzeit, die Einhaltung des Budgets und die Anpassung der neuen Software an die Unternehmensprozesse bereiten den Unternehmen Probleme. Vor dem Hintergrund der knappen Ressourcen von KMU und der Tatsache, dass eine optimal auf die Geschäftsprozesse und Anforderungen der Betriebe abgestimmte Software einen zunehmend bedeutenden Faktor fr die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen darstellt, signalisieren diese Ergebnisse dringenden Handlungsbedarf.

Die Gründe fr die Probleme und Schwierigkeiten liegen zum Teil in fehlender oder mangelhafter Umsetzung von Methoden zur Softwarebeschaffung und -einführung durch Entscheidungsträger und verantwortliche Personen und auf Unkenntnissen über den Zusammenhang zwischen ergonomisch optimierter Software und Produktivität (TCO Total Cost of Owners-hip; inkl. Kosten für Support, Ausfallzeiten, Schulung).

Häufig verfügen KMU aber auch nicht über das notwendige Know-how, um ein Software-Einführungsprojekt zum Erfolg zu bringen: Geschäftsprozesse werden nicht definiert, eine umfassende Anforderungsanalyse inklusive Pflichtenheft bleibt aus und Aspekte der software-ergonomischen Qualitätssicherung (z.B. Benutzerbeteiligung) bleiben gänzlich unberücksichtigt.

Da durch einen suboptimalen Software-Einführungsprozess nicht nur das Wohlbefinden der Beschäftigten, sondern insbesondere die Effizienz und Effektivität der Aufgabenbearbeitung und damit die Unternehmensbilanz beeinträchtigt werden kann, besteht Bedarf an KMU-spezifischen Unterstützungsangeboten.

Zum Abschluss des Projektes fand am 9. September 2005 ein Workshop statt, zu dem alle Teilnehmer der Befragung eingeladen waren. Gemeinsam mit den Projektdurchführenden und Vertretern des Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales wurden die Ergebnisse der Bestandsaufnahme diskutiert. Gerade der Mangel an Verfahren und Instrumenten, die speziell auf die Eigenschaften und Besonderheiten kleiner und mittlerer Unternehmen zugeschnitten sind und so zu einem erfolgreichen Einführungsprozess neuer Software entscheidend beitragen, wurde einstimmig von den teilnehmenden Klein- und Mittelständlern als kritisch hervorgehoben.

Die Ergebnisse der Studie SIKEBA sind zusammenfassend im Vortrag des Abschlussworkshops dargestellt und hier als pdf zum Download verfügbar. Die Agenda des Abschlussworkshops finden Sie hier.

Um KMU zukünftig für erfolgversprechende Vorgehensweisen zur Software-Einführung zu sensibilisieren, ihnen adäquate Informationen, Verfahren und Instrumente sowie kompetente Beratung zur Verfügung zu stellen, schließt das ab Februar 2006 beginnende Forschungsprojekt SEIKUMU Software-Einführung in KMU an die Ergebnisse dieser Studie an.

 

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