August 2011: Vortrag auf dem 4. Gesundheitsgipfel


In diesem Beitrag wurde in Studien der Einfluss der direkten Partizipation als Moderator zwischen betrieblichen Belastung- und Beanspruchungsfaktoren untersucht.


Das erste Fallbeispiel aus der Praxis „Dienstplangestaltung in der Pflege“ zeigte: Ob eine Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit durch steigende Arbeitszeit auftritt, hängt mit dem Einfluss auf die Dienstplanung zusammen. Bei geringem Einfluss auf die Dienstplangestaltung nimmt die Arbeitsfähigkeit mit steigender Arbeitszeit stark ab, bei großem Einfluss auf die Dienstplangestaltung hingegen nicht. 


Das zweite Fallbeispiel aus der Praxis „Direkte Partizipation im Büro“ zeigte: Ob Beschäftigte von einer hohen oder niedrigen Partizipation berichten, hat weder bei Vielbeschäftigten noch bei Vollzeitbeschäftigten einen signifikanten Einfluss auf die Irritation. Aber: Teilzeitbeschäftigte, die von einer hohen Partizipation berichten, weisen eine signifikant höhere Irritation auf als Teilzeitbeschäftigte, die von einer niedrigen Partizipation berichten.


Die Frage, ob direkte Partizipation eher Last oder eher Lust bedeutet, ist also gar nicht so einfach zu beantworten.

Auf der einen Seite zeigte der Beitrag: Je höher die Arbeitsbelastung, desto wichtiger wird Partizipation. Auf der anderen Seite wird gerade für Teilzeitbeschäftigte hohe Partizipation zur einer zusätzlichen Belastung. 


Als Fazit kann damit festgehalten werden:

1. Direkte Partizipation ist kein Allheilmittel.

2. Direkte Partizipation darf nicht dem Zufall überlassen werden.

3. Direkte Partizipation muss gut organisiert sein und sollte deshalb – auch und gerade vor dem Hintergrund des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes – innerbetrieblichen Regelungen zugeführt werden. 


bao - Büro für Arbeits- und Organisationspsychologie GmbH


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